Brenne, verbrenne, meine Fackel!

for violoncello, 2 keyboards und 5 trumpets (2018/2026)

Score
Studio Recording
Video. LENsemble Bad Cannstatt 13.2.2026

Duration 20 min

Performances
Musik am Dreizehnten Stuttgart 2026
Klang-Festival Copenhagen 2021
Arena Festival Riga 2018
GAIDA Festival Vilius 2018



Instrumentation

Violoncello
2 Keyboards
5 Trumpets

Comment

Brenne, verbrenne, meine Fackel! is exploring the classical music instrument. Whatever which sound, being played live or electronically, the sounds stem from real music instruments, sounds of which there are so many admirable. At same time, it is an experiment of sound unity versus sound masses. The sound unity may be achieved through the unisone, or by the multiplication of the same instrument, the trumpets. Finally, sound unity may also be a single instrumental sample, played manifold by the keyboard players. Sound masses evolve through passages, in which each of the many different keys of the two keyboards represent different instrumental sounds, and even each time they are pressed again, mean again a new instrumental sound.  In the second part, a skaliņ is burning down.

Brenne, verbrenne, meine Fackel!
Nach Westen glitt die Sonne langsam.
Der Tag verglühte. Dunkelheit legte sich auf die Erde.
Vergeblich wartete ich. Das Wunder geschah nicht.
Liebe hat mich nicht zu Dir geführt.
Und wieder schreibst Du Briefe aus Gewohnheit.
Die Zeilen werden von Liebe nicht erwärmt.
Und Gedanken auf dem Papier, gleichsam Zündhölzer.
In der Dunkelheit erlöschen sie, ohne zu wärmen.
Ich - gleich dem Brief - lese, und vergesse.
Du verstehst nicht, was nicht recht ist, und auf die Verletzung meines Herzens, schickst Du zur Antwort wiederum nur Worte.
Worte darüber, dass sie sich über mich freut, Aber beschäftigt ist. So gibt es viele Sorgen: Arbeit, Kinder - alles Worte, die man sagen muss statt derjenigen Gefühle, die man nicht hat.
Meine Seele ist hoffnungslos verwüstet.
Im Fenster ist das Licht erloschen.
Die letzte Karte deckst Du auf.
Ich bin nichts und nackt, und eine Zuflucht gibt es nicht.
Hinter dem Stacheldraht des Gefängnisses ergrünte von neuem ein alter Maulbeerbusch mit frischen Trieben, verkohlt von den Flammen eines Feuers kürzlich Krüppel! Besser wär's gewesen, Du wärst ganz und gar verbrannt.
Pawel Adelgeim, 20. Oktober 1971



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